Für Eltern - WakeUp Jetzt

Hinweis: Du besuchst die Website mit dem Internet Explorer, der einige der eingesetzten Elemente nicht abrufen kann. Bitte nutze einen aktuelleren Browser wie Google Chrome, Mozilla Firefox oder Microsoft Edge, der auf neueren Windows-Rechnern auch vorinstalliert ist.

Für Eltern

Als ich meinen Eltern erzählt habe, dass ich gemobbt werde, haben sie es mir nicht geglaubt. Sie meinten, dass das doch alles nicht so schlimm sei. Das war sehr enttäuschend für mich. Deswegen möchte ich alle Eltern dazu aufrufen, ihre Kinder und ihre Probleme ernst zu nehmen. Schließlich kostet es oft schon Überwindung, überhaupt darüber zu sprechen.

– Dirk, Regie/Producer der Webserie WAKE UP!


Eltern bekommen nicht immer alle Sorgen und Probleme ihrer Kinder mit. Das ist normal, schließlich teilen die Kinder persönliche Themen oft nicht freiwillig. Doch Mobbing ist ein ernstzunehmendes Thema. Egal ob offline oder online: Sollte das eigene Kind gemobbt werden, benötigt es Unterstützung. Aufgabe der Eltern ist es daher, auf Anzeichen zu achten – und das ist beim Cybermobbing gar nicht so einfach.

Mögliche Anzeichen für Mobbing

Verhalten mit Blick auf die Schule und Freunde

Ihr Kind…
… erzählt weniger als sonst über die Schule oder Freunde.
… trifft sich seltener mit Freundinnen und Freunden/Mitschülerinnen und Mitschülern.
… weicht Ihnen aus, wenn Sie über die Schule oder Freundinnen und Freunde sprechen möchten.
… nimmt seltener an Freizeitaktivitäten wie Sport oder Musikgruppen teil, oder hört sogar ganz damit auf.
… schwänzt die Schule oder versucht auf anderem Weg (z.­ ­B. durch Behauptung, krank zu sein) nicht in die Schule zu müssen.
… verschlechtert sich in der Schule, die Leistungen fallen ab.

Verhalten mit Blick auf das Internet/Smartphone

Ihr Kind…
… verhält sich nach einem Blick aufs Smartphone auffällig, wirkt bspw. traurig, angegriffen oder wütend.
… verbringt auffällig weniger oder mehr Zeit im Internet.
… weicht aus, wenn Sie Themen wie Social Media oder die Smartphone-Nutzung ansprechen.

Weitere Merkmale

Ihr Kind…
… isoliert sich.
… hat außergewöhnliche Krankheitssymptome wie ständige Bauchschmerzen, Kopfschmerzen oder Übelkeit.
… verändert die Essgewohnheiten und nimmt dadurch, vielleicht sogar sichtbar, ab oder zu.
… wirkt unaufmerksam, kann sich nicht mehr so gut konzentrieren.

Es kann noch viele weitere Hinweise darauf geben, dass Ihr Kind online gemobbt wird. Das hängt individuell vom Kind ab. Sollten Sie allerdings feststellen, dass Ihr Kind tatsächlich gemobbt wird, ignorieren Sie es nicht. Sprechen Sie Ihr Kind darauf an und bieten Sie Hilfe an.

So können Sie Ihrem Kind helfen

Generell gilt: Schaffen Sie eine vertrauensvolle Basis. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass Sie gerne helfen möchten und verzichten Sie auf Vorwürfe. Gehen Sie mögliche Optionen durch, um etwas gegen das Mobbing zu unternehmen. Denn je nachdem, ob die Täter bekannt sind oder nicht, variieren die Möglichkeiten.

Mögliche Aktivitäten:

Cybermobbing am eigenen Kind vorbeugen

Interesse zeigen
Generell gilt: Interessieren Sie sich für das Online-Leben Ihres Kindes. Sprechen Sie darüber, welche Kanäle es nutzt, was es dort für Möglichkeiten gibt und welche Erfahrungen Ihr Kind dort macht. Dadurch wird es normal für Ihr Kind, über solche Themen mit Ihnen zu sprechen.

Eigenes Wissen vertiefen
Machen Sie sich selbst mit den Plattformen vertraut, auf denen Ihr Kind sich bewegt. Über welche Themen wird gesprochen, welche Funktionen gibt es? Legen Sie sich dafür beispielsweise einen Testaccount an oder lassen Sie sich die Plattform von Ihrem Kind zeigen. Ihr selbstverständlicher Umgang mit Online-Medien vermittelt Ihrem Kind Sicherheit und Kompetenz – auf die es im Notfall dann schneller zurückgreift.

Medienkompetenz fördern
Darüber hinaus sollten Sie schon von klein auf die Medienkompetenz Ihres Kindes fördern. Denn wenn man die Möglichkeiten des Internets verantwortungsvoll nutzt, verringert sich die Gefahr für Online-Risiken wie Cybermobbing.
Ganz konkret: Erklären Sie ihrem Kind, was es online veröffentlichen kann und was es besser für sich behalten sollte.
Machen Sie Ihr Kind mit Einstellungs-Möglichkeiten wie Privatsphäre und Sicherheit vertraut. Dadurch kann es sich selbst schützen. Außerdem verdeutlichen diese Einstellungen Ihrem Kind, welche Inhalte von anderen Personen gesehen und damit gespeichert werden können. Informieren Sie sich gemeinsam über Meldemöglichkeiten auf der Plattform und wann es diese nutzen kann.

Digitale Empathie vermitteln
Abkürzungen können missverständlich sein? Ironie wirkt online schneller verletzend? Jugendlichen ist oft nicht bewusst, dass online getroffene Aussagen andere Spuren hinterlassen können, als es offline oder mündlich der Fall wäre. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte Ihr Kind wissen, auf welche Besonderheiten es zu achten hat und wie ein respektvolles Miteinander im Netz aussieht. Hilfreich ist hier das „Medien-Knigge-Meter“, bei dem Jugendliche Regeln und wünschenswerte Umgangsformen dargestellt haben.

Unterstützung bei der Medienerziehung
Sie möchten Ihr Kind bei der Nutzung von Apps, Spielen, Websites und sozialen Netzwerken begleiten und suchen Anregungen, Informationen zu Apps und Plattformen oder möchten mehr über Online-Risiken erfahren? Dabei unterstützt Sie das Portal Elternguide.online.